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Microsoft 365 5. Oktober 2026

Microsoft 365 verabschiedet sich vom SMS-Code

Dieses Bild ist KI-generiert @magnific mit Nano Banana.
Dieses Bild ist KI-generiert @magnific mit Nano Banana.

Loggen sich deine Mitarbeitenden noch per SMS-Code oder Sprachanruf bei Microsoft 365 ein? Dann solltest du jetzt prüfen, ob dein Unternehmen von einer wichtigen Änderung betroffen ist. Microsoft stellt die eigenen SMS- und Sprachdienste für die Multifaktor-Authentifizierung in Microsoft Entra ID zum 1. Februar 2027 ein.

SMS und Sprachanrufe waren für viele Unternehmen lange eine praktische Möglichkeit, Multifaktor-Authentifizierung einzuführen: Die Methode war einfach zu verstehen, funktionierte auf nahezu jedem Mobiltelefon und erforderte keine zusätzliche App oder spezielle Hardware. Gerade für Mitarbeitende mit unterschiedlichen Geräten oder geringerer technischer Affinität konnte das eine sinnvolle Lösung sein.

Jetzt verschieben sich jedoch die Sicherheitsanforderungen. Microsoft setzt zunehmend auf phishing-resistente Authentifizierung und empfiehlt deshalb Passkeys als Alternative. Wer heute noch SMS oder Voice nutzt, sollte deshalb nicht einfach abwarten, sondern prüfen, welche Lösung für die eigene Umgebung geeignet ist.

Was hat sich seit September geändert?

Seit dem 1. September 2026 werden Nutzer, die aktuell für SMS oder Sprachanrufe aktiviert sind, automatisch für Passkeys aktiviert. Bei ihrer nächsten MFA-Anmeldung werden sie zur Registrierung eines Passkeys aufgefordert.

Der entscheidende Stichtag ist der 1. Februar 2027. Dann stellt Microsoft die eigenen SMS- und Sprachdienste vollständig ein. Nutzer, deren einzige verfügbare MFA-Methode SMS oder Voice ist, erhalten anschließend eine blockierende Aufforderung zur Registrierung eines Passkeys.

Für die IT heißt das, die betroffenen Nutzer jetzt zu kennen, statt sie beim nächsten Login von der Aufforderung überraschen zu lassen.

Warum ersetzt Microsoft SMS durch Passkeys?

SMS und Sprachanrufe gehören zu den weniger sicheren MFA-Methoden. Sie können unter anderem durch Phishing, SIM-Swapping oder das Abfangen von Codes angegriffen werden.

Passkeys sind dagegen auf eine phishing-resistente Authentifizierung ausgelegt. Die Anmeldung basiert auf kryptografischen Schlüsseln und nicht auf einem Code, der per SMS oder Telefon übertragen wird.

Microsoft empfiehlt Passkeys deshalb als bevorzugte Alternative. Für Unternehmen ist die Umstellung gleichzeitig eine gute Gelegenheit, die bestehenden MFA- und Zugriffsrichtlinien zu überprüfen.

Microsoft Entra ID Passkeys: So funktioniert die Umstellung

Der erste Schritt ist eine Bestandsaufnahme: Welche Nutzer in deinem Microsoft-Entra-ID-Tenant verwenden aktuell SMS oder Sprachanrufe? Anschließend sollte geprüft werden, welche Passkey-Variante für die jeweilige Umgebung und die eingesetzten Geräte geeignet ist.

Die Registrierung kann anschließend gezielt vorbereitet und über eine Registrierungskampagne begleitet werden. So können Mitarbeitende die neue Anmeldemethode kennenlernen und einrichten, bevor sie durch die Abschaltung dazu gezwungen werden.

Wichtig ist dabei auch die Kommunikation. Eine neue MFA-Methode betrifft schließlich nicht nur die IT-Konfiguration, sondern den täglichen Login deiner Mitarbeitenden. Eine frühzeitige Information verhindert unnötige Rückfragen und sorgt dafür, dass die Umstellung nicht plötzlich beim nächsten Login stattfindet.

Was bringt die Umstellung?

  • Mehr Schutz vor Phishing: Passkeys sind gegen klassische Phishing-Angriffe deutlich widerstandsfähiger als SMS-Codes.
  • Weniger Abhängigkeit von Mobilfunk: SMS und Sprachanrufe sind für die Anmeldung nicht mehr erforderlich.
  • Schutz vor SIM-Swapping: Die Telefonnummer spielt bei der Passkey-Authentifizierung keine vergleichbare Rolle.
  • Komfortablere Anmeldung: Je nach Gerät können beispielsweise biometrische Verfahren genutzt werden.
  • Planbare Migration: Nutzer können schrittweise statt unter Zeitdruck umgestellt werden.
  • Weniger Login-Probleme: Eine frühzeitige Registrierung reduziert das Risiko blockierter Anmeldungen ab Februar 2027.

Wer ist betroffen?

Betroffen sind Unternehmen, die Microsoft 365 beziehungsweise Microsoft Entra ID nutzen und noch Nutzer für die von Microsoft bereitgestellte SMS- oder Sprachauthentifizierung aktiviert haben.

Eine Besonderheit gibt es für Unternehmen, die SMS oder Voice aus betrieblichen oder regulatorischen Gründen weiterhin benötigen: Kundenseitig verwaltete Telekommunikationsanbieter, die über den Microsoft Security Store eingebunden werden, sind von der Abschaltung nicht betroffen.

Jetzt prüfen statt später reagieren

Die ersten Aufforderungen zur Passkey-Registrierung laufen seit September. Endgültiger Stichtag ist der 1. Februar 2027. Je früher du weißt, welche Nutzer betroffen sind, desto einfacher lässt sich die Umstellung planen.

Du möchtest prüfen, ob dein Microsoft-365-Tenant betroffen ist oder brauchst Unterstützung bei der Umstellung?

Join unterstützt dich dabei, betroffene Nutzer zu identifizieren, die passende MFA-Strategie zu planen und Passkeys in deiner Microsoft-365-Umgebung einzuführen.

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